Warum eigentlich soll man, nur weil man in der Stadt in einer Wohnung mit kleinem Balkon lebt, nicht einen eigenen Garten besitzen? Schließlich kann man doch die ganze Fläche des Balkons nutzen, um sowohl duftende Kräuter als auch ein bisschen Obst und Gemüse anzupflanzen, oder nicht? Genau genommen ist es sogar ganz einfach.

Klein, aber fein

garden-883095_640(1)Während kleine Obstbäume bereits seit Jahren gerne in den Kübel gesetzt werden, um auf dem Balkon für frisches Obst zu sorgen, ist das kleine Hochbeet immer noch nicht sonderlich bekannt. Die Größen sind auch hier unterschiedlich. Wer es selber mit Hilfe eines einfachen Einkaufskorbes aus Kunststoff und einer Schale für überschüssiges Wasser und heraus krümelnde Erde gestalten möchte, kann dies gleich in der notwendigen Größe tun.

Hierbei hat man den Vorteil, dass jeder Korb etwa für eine andere Gemüseart eingesetzt werden könnte. Es ist jedoch nicht notwendig, selber ein Minihochbeet zu gestalten. Denn es gibt sie mittlerweile in großer Auswahl im Handel, ganz den Gegebenheiten angepasst. Gefüllt wird das Minihochbeet genau wie ein großes auch: Drainage-Schicht, Düngeschicht, Erdschicht, zweite Düngeschicht, Pflanzerde – fertig!

Die erste Düngeschicht kann aus gut durchgetrocknetem Pferdemist / Pferdeäpfeln bestehen, denn sie geben einen guten Dünger ab. Die zweite Düngeschicht sollte aus gut abgelagertem Kompost bestehen. Diesen kann man mit Hilfe einer Wurmkiste oder eines Bokashi-Ansatzes und Effektiven Mikroorganismen selber ganz leicht herstellen. Wer lieber auf entsprechende Fertigprodukte der namentlich bekannten Hersteller zurückgreifen möchte, kann dies natürlich gerne machen.

Wer darf in das Minihochbeet einziehen?

Auch hier wird in Anlehnung an das große Hochbeet eingepflanzt. Starkzehrer wie beispielsweise Kohlrabi werden sich hier ebenso wohlfühlen wie Gurken- oder Zucchinipflanzen. Bei diesen sollte jedoch zuvor überlegt werden, wie sie ranken können, da sie eigentlich sehr viel Platz in Anspruch nehmen. Doch auch mediterrane Kräuterpflanzen sind sehr dankbar für die „warmen Füße“, die sie dort erhalten. Besonders Tomaten werden sich bedanken, wenn sie mit Hilfe dieses nährstoffreichen Anbaus im Schutze des Balkon gedeihen dürfen. Damit sie nicht allzu groß werden und eventuell noch eine Stütze benötigen, empfiehlt es sich, kleinwüchsige Sorten zu wählen.

Werden Salate und Radieschen gesät, so ist mit mehreren Ernten zu rechnen. Auch Schnittsalate eigenen sich sehr gut für diese Art des Anbaus.
Wer ausreichend Platz auf seinem Balkon hat, der kann auch Kartoffeln oder Möhren im Eimer ziehen. Gerade Kinder lieben diese Möglichkeit. So lernen sie nicht nur das Gärtnern, sondern können sich besonders bei den Möhren schnell selber einmal bedienen.

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