Schamottsteine kennt man, wenn man einen Kaminofen sein Eigen nennen kann. Als Werkstoff sind sie fantastisch, denn sie sind feuerfest und dienen als Wärmespeicher. Aus diesem Grunde werden sie in Kaminöfen verwendet, denn sie geben auch Stunden, nachdem der Ofen bereits ausgegangen ist, immer noch Wärme ab. Und doch bringt auch dieses Material Probleme mit sich.

Verwendung von Schamottsteinen

bricks-88222_640Zum einen werden Schamottsteine als Innenverkleidung eines Kaminofens verwendet. Dort halten sie als feuerfestes Element nicht nur das Feuer im Zaum, sondern speichern auch noch die Wärme, die sie dann später an die abkühlende Raumluft abgeben. Doch es gibt auch festinstallierte Kaminöfen. Bei diesem Modellen fungiert der Schamottstein zusätzlich als Außenverkleidung. Im ersteren Fall schützt der Schamottstein also das Metall des Ofens vor dem Durchbrennen. Nur so kann ein Kaminofen aus Metall seine lange Lebensdauer erklären.

Eigentlich kein Stein

Der Schamottstein ist kein natürliches Gestein, sondern von Menschen gefertigt. Bei der Herstellung von Schamottsteinen wird der feuerfeste Ton vorgebrannt. Nur so konnte gewährleistet werden, dass bei der eigentlichen Herstellung sehr wenig Schwund auftrat. Zu diesem vorgebrannten Ton wurde nun eine keramische Mischung beigefügt. Zusammen ergab sich dadurch eine feuerfest, wärmespeichernde Fliese.

Selbst ist der Mann

Einige Arbeiten können auch beim Kaminofen selber ausgeführt werden. So können kaputte Schamottsteine auch selber ausgetauscht werden. Leider muss hier ein großes Aber eingeworfen werden. Denn die Verarbeitung von Schamottsteinen ist für jeden Heimwerker problemlos durchzuführen. Jedoch fehlt den meisten das richtige Werkzeug, um die Steine auch korrekt zu schneiden zu können. Bei herkömmlichem Gerät kann es schnell zum Abplatzen von Ecken und Kanten kommen. Aus diesem Grunde wird für gewöhnlich die diamantenbesetzte Scheibe für die Flex empfohlen.

Hat man diese tatsächlich griffbereit, bedarf es immer noch einer ruhigen Hand, wenig Druck auf dem zu schneidenden Material und viel Geduld. Wer Schamottsteine selber zuschneidet, sollte wegen des entstehenden Feinstaubs grundsätzlich einen Mundschutz tragen. Denn Schamottsteine sind sehr spröde.

Um sie weiterverarbeiten zu können, ist sogenannter Schamottmörtel notwendig. Dieser ist bis zu 1300 Grad hitzebeständig. Fugenbreiten bis zu 3mm können problemlos mit ihm ausgefüllt werden. Ist er erst einmal angerührt, ist er bis zu 5 Stunden einsatzfähig und muss nur eventuell ein wenig zusätzliches Wasser erhalten. Die Schamottsteine müssen beim Einsatz des Mörtels übrigens auch feucht sein, damit sich eine gute Haftung ergibt.

Am einfachsten erhält man bereits zugeschnittene Schamottsteine beim örtlichen Ofenbauer. Dort kann man sich sicher sein, dass die Schamottsteine eine gute Qualität haben und korrekt zugeschnitten werden. Denn dies ist das täglich Brot des Ofenbauers.

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