Kalkdünger ist meistens eine Erdmischung aus Ton, Sand und mindestens der Hälfte kohlesaurem Kalk. Diesen benutzt man gerne für leichte Böden, weil er mild wirkt und seinen Kalk langsam freigibt.In kohlesauren Magnesiumskalk ist das wichtige Spurenelement Magnesium enthalten. Branntkalk eignet sich hauptsächlich für schwere Böden, denn der gebrannte Kalkstein saugt das Wasser auf.Kalksteinmehl besteht aus gemahlenen Kalkbruch und kann für leichte bis mittelschwere Böden eingesetzt werden. Absolutes Spitzenprodukt ist der Korallenkalk. Er enthält 80 % kohlesauren Kalk, etwa 10 % Magnesium und eine ganze Anzahl von Spurenelementen.

Torf

Dieser wird oft als Allheilmittel für alle möglichen Arten von Bodenschäden angepriesen. Stimmt etwas mit dem Boden nicht, kommt Torf darauf. Das beruhigt das Gewissen und sieht obendrein noch so schön ordentlich aus.Die wichtigste Funktion des Torfes liegt in seiner Fähigkeit, viel Wasser speichern zu können, wodurch bei allen möglichen Böden der Luft- und Wasserhaushalt günstig beeinflusst wird.

Zusätzlich jedoch macht Torf den Boden sauer, zu sauer, wenn er oft eingesetzt wird. In der Düngung hat Torf dagegen überhaupt keine Wirkung, denn die organischen Stoffe, aus denen Torf ausschließlich besteht, sind kaum verwest.Der sogenannte Niedermoortorf ist aus Wasserpflanzen entstanden, enthält Kalk und wirkt nur schwach alkalisch bis neutral.

Hochmoortorf, der aus Moosen entstanden ist, enthält kaum Kalk oder Nährstoffe. Hochmoortorf wurde stärker zersetzt und nimmt weniger Feuchtigkeit auf.Abgesehen davon, dass man Torf nicht einfach wahllos zur Bodenverbesserung einsetzen sollte, bereitet der Massenabbau mittlerweile auch ökologische Probleme, weil dadurch Sumpfgebiete geschädigt oder zerstört werden.
Neuerdings verwendet man auch immer häufiger anstatt Torf Rindensubstrate als Bodenverbesserer. Abgesehen von der besseren Düngewirkung der Rindenschnitzel, helfen sie, die ökologisch wichtigen Moorgebiete zu schützen.

Stroh

Könnte bis zu einem gewissen Maße ein Ersatz für Torf sein. Der Gartenfachhandel hat sich bereits auf diesen Trend eingestellt und bietet kleingehäckseltes Stroh an, was mit Stickstoff und organischen Substanzen angereichert ist, wodurch sich Mikroorganismen leichter am Stroh festsetzen und es zersetzen können.Durch die lebhafte Tätigkeit der Mikroorganismen entwickelt sich zeitweilig Wärme im Boden, wodurch das Wachstum der Pflanzen begünstigt wird.

Gesteinsmehle

Das sind, wie der Name schon sagt, zu Staub zermahlene Gesteine. Gesteinsmehle fallen als Abfallprodukt beim Sägen von Basalt oder Granit an. Je nach Art des Gesteins enthalten sie unterschiedliche Mengen an Kalk, Magnesium, Kali und Spurenelementen. Doch alle Wirkstoffe müssen erst im Boden durch Mikroorganismen aufgelöst werden. Die Wirksamkeit von Steinmehl hängt deshalb stark von einer lebendigen Humusschicht ab.

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